Übersicht

Das wasserbauliche Forschungslabor bietet durch die vorhandene Infrastruktur mit unterschiedlichen Versuchsrinnen und Pumpensystemen, sowie durch gut zugängliche Flächen für temporäre Modellversuchsaufbauten, hervorragende Voraussetzungen für die Arbeit in den Bereichen des wasserbaulichen Versuchswesens, der Grundlagenforschung, der anwendungsbezogenen Auftragsforschung sowie für eine zielgerichtete Einbindung in die Lehre.

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Wasserbauliches Versuchswesen

Das wasserbauliche Forschungslabor (WBFL) stützt und ergänzt anspruchsvolle Planungen und Konzepte durch experimentelle Untersuchungen. Ein Schwerpunkt der Arbeiten des WBFL liegt bei den neuen Fachdisziplinen aus der Schnittstelle von Ingenieur-, Natur- und Umweltwissenschaften, wozu insbesondere die Ethohydraulik und die Ökohydraulik genannt werden können. Darüber hinaus umfasst die Arbeit des WBFL die Modellierung und Simulation von Bauwerken aus dem Bereich von Wasserbau und Wasserwirtschaft. Durch die direkte Verknüpfung mit den hydrodynamisch-numerischen Modellierungen im Wasserbau sind hierbei beste Voraussetzungen für eine „hybride Modellierung“ gegeben. Somit stellt die Kombination von rechnergestützten und physikalischen Experimenten mit den jeweiligen Vorteilen beider Methoden eine zeitgerechte Vorgehensweise bei der Lösung diverser Fragestellungen.

Zudem bietet das WBFL mit dem zugehörigen Personal und der technischen Ausstattung die Durchführung von In-Situ-Messungen (mehrdimensionale punktuelle Fließgeschwindigkeitsmessungen, Fließgeschwindigkeitsprofile, Partikelprobenahme, Siebanalysen etc.) an.

Für die experimentellen Untersuchungen, die sowohl zur unmittelbaren Bearbeitung wasserbaulicher Fragestellungen als auch zur Kalibrierung numerischer Modelle durchgeführt werden, stehen verschiedene Laboreinrichtungen und Messgeräte zur Verfügung. Diese werden auf der Seite Messeinrichtung ausführlich vorgestellt.

Einbindung des Forschungslabors in die Lehre

Prof. Lehmann erarbeitet gemeinsam mit Studierenden am Streaming Table morphodynamische Prozesse

Im Rahmen der Lehre soll den Studierenden die Gelegenheit gegeben werden, das wasserbauliche Versuchswesen kennenzulernen. Dafür stehen auf der Empore des Forschungslabors zahlreiche Lehrversuchsstände zum Einsatz bereit. Mit diesen wird vor allem im Modul Praktikum im Forschungslabor gearbeitet. Eindrücke der Versuchsstände können in der Bildergalerie (Lehrversuchsstände) gewonnen werden.

Weiterhin befindet sich im Forschungslabor ein sogenannter „Stream Table“, in dem flussmorphologische Entwicklungen mit Sand veranschaulicht werden können. Im Rahmen der Lehrveranstaltung Gewässerdynamik wird der Stream Table genauer unter die Lupe genommen.

Auch allgemeine Führungen durch das Forschungslabor finden im Rahmen verschiedener wasserbaulicher Lehrveranstaltungen statt.

Staatliche Prüfstelle für Durchflussmesseinrichtungen und Drosselorgane

Die Überprüfung der für die Einleitung maßgeblichen Durchflussmesseinrichtungen bei Abwasserbehandlungsanlagen sowie Drosselorganen bei Regenentlastungen und -rückhaltebecken wird von „staatlichen Prüfstellen“ und „anerkannten Prüfstellen“ nach § 11 (1) der Eigenkontrollverordnung (EKVO) im Auftrag der Eigenkontrollpflichtigen durchgeführt.

Ansprechperson

  Name Arbeitsgebiet(e) Kontakt
Jens-Uwe Wiesemann
Dr.-Ing. Jens-Uwe Wiesemann
Leiter des wasserbaulichen Forschungslabors
Wasserbauliches Versuchswesen, Wasserbau und Wasserkraft, Hydromechanik und Hydraulik
+49 6151 16-21169
L5|01 309a